Spielmobile

Die fahrenden Werkstätten der Fantasie

Eine kleine Übersicht über die Geschichte und verschiedenen Arten von Spielmobilen.

Geschichte

Mit dem Bollerwagen fing es an...

In der Berliner Neubausiedlung „Märkisches Viertel“ wurde 1970 erstmals ein fahrender Spielmaterialverleih unter dem Titel „Aktion Bollerwagen“ gestartet. In München wurden 1972 zu den Olympischen Spielen Spielaktionen entwickelt, in Kölns Innenstadt fuhr der „Rollende Spielplatz Juppi“. Gründungen in Villingen, Graz, Ludwigshafen, Oberallgäu, Viersen und Stuttgart folgten. Bis in die 90er Jahre wurden etwa 400 Spielmobile im deutschsprachigen Raum gegründet.

Als die ersten Spielaktionen durchgeführt wurden, suchten die Macher nach einem griffigen Namen: Spielbusse, Spielmobile, Spielwagen, Spielkarren, Spielkisten und vieles mehr, heute unter dem Oberbegriff „Spielmobil“ geführt. Ein Motto steht über allen diesen Projekten: „Da spielen, wo die Kinder wohnen.“ Die Spielmobile hatten zum Ziel, die Spielmöglichkeiten in den Trabantensiedlungen der Großstädte zu verbessern. Spielanregungen in animativer Form, gut erreichbare und flexible Angebote, die den Bedürfnislagen der Kinder entsprechen., begleiten seit dieser Zeit die Spielmobilbewegung. Die Praxis der Spielmobile hat in den letzten Jahren verschiedenen Konzepte, Programme, Methoden und vielfältige Erscheinungsformen hervorgebracht. Inzwischen sind die Spielmobile in vielen Städten und Gemeinden nicht mehr weg zu denken. Einige tausend Spielaktionen werden von Spielmobilen im deutschsprachigen Raum jährlich gestaltet. Etwa eine Million Kinder nehmen jährlich daran teil.

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