Spielmobillexikon

Spielmobile gibt es in verschiedenen Formen und bei verschiedenen Trägern. In Deutschland gibt es über 350 Spielmobile. In Aussehen, Arbeitsbedingungen und finanzieller Ausstattung sind sie sehr unterschiedlich. Da gibt es den Trägerverein, welcher für den Betrieb eines Spielmobils gegründet wurde und mit einem Bus oder Anhänger und engagierten Mitarbeitern durch die Stadtteile oder über die Dörfer zieht. Verbreiteter ist die Abteilung Spielmobil beim Jugendamt, welche mehrere Fahrzeuge, ein Büro, Lagerraum und Werkstatt unterhält und mit Hauptberuflichen und Honorarkräften das ganze Jahr über kontinuierlich die Stadt mit Spielaktionen versorgt. Weitere Träger sind die Stadt- und Kreisjugendringe, Jugendverbände, Gliederungen des Jugendschutzbundes und Kinderhilfswerks, Wohlfahrtsverbände, Firmen oder Kirchen. Die finanzielle Unterstützung gewähren in der Regel die Kommunen, in manchen Bundesländern gibt es aber auch Unterstützung durch Länderprogramme. Einzelne Spielmobile müssen ohne regelmäßige öffentliche Förderung auskommen, einige sind ausschließlich im kommerziellen Rahmen tätig.

  • Rollender Spielplatz

    Spielgeräte werden auf Plätze ohne Spielgeräte (Schulhöfe, Straßenfeste) gebracht oder erweitern ein vorhandenes Geräteangebot. Meist sind dies große Fahrzeuge, an denen Spielgeräte angebracht sind wie Rutschen, Klettertaue, Bewegungsspielmaterialien usw.

  • Mobile Spielothek

    Kinder können Spiel- und Sportgeräte (Stelzen, Bälle, Seile, Wagen) und Gesellschaftsspiele ausleihen.

  • Die mobile Freizeitstätte

    Hier werden den Kindern Spiel-, Werk- und Gestaltungsangebote gemacht. Die Angebote sind auf den jeweiligen Stadtteil zugeschnitten, den das Spielmobil in einem regelmäßigen Turnus anfährt. Viele Spielmobile arbeiten stadtteilorientiert, oft in sozialen Brennpunkten und können das soziale Klima durch gezielte Maßnahmen und regelmäßige Spielzeiten verbessern.

  • Mobile Gestaltungswerkstatt

    Spielmobile bringen Werkzeug, Materialien und Gestaltungsmittel und arbeiten mit Kindern in Gruppen oder als Medienmobil mit Video- oder Fotoausstattung.

  • Die Mobile Aktionswerkstatt

    Ob Theater, Zirkus, Märchen, Jahrmarkt, Piraten, Ritter, Steinzeitmenschen – kein Thema welches von Spielmobilen nicht aufgegriffen und in spannende ein- und mehrtägige Mitmachaktionen verwandelt wird. Dazu wird das Spielmobil mit dem entsprechenden Material und Personal ausgerüstet, denn thematische Aktionen sind aufwendig in Vorbereitung und Durchführung.

  • Spielmobile vertreten Kinderinteressen

    Spielmobile geben Anstöße zu bestimmten Themen. Mit Frage- und Antwortspielen, Stadterkundungen, Filmproduktionen oder Kinderzeitungen werden Meinungen der Kinder festgehalten. Die Spielmobile sorgen dafür, dass die Kindermeinungen in der Öffentlichkeit, bei Behörden und Gremien Gehör finden und in konkrete Bauaktionen münden.

  • Spielmobile als Spaßmobil

    Spielmobile wollen mit wenig personellem Aufwand ein Höchstmaß an Spaß vermitteln mit Hüpfburgen, Luftwürsten, Luftballons, Werbegeschenken oder Preisausschreiben.

  • Sportmobile

    Mit Spiel- und Sportgeräten konzentriert sich das Sportmobil auf neue und alte Sportarten. Es ergänzt die klassische Vereinsarbeit der Sportverbände durch öffentlichkeitswirksame Aktionen.

  • Mobile, die Wissen schaffen

    Spiel ist immer eine forschende und entdeckende Tätigkeit, die sich auf die Alltagsumwelt bezieht. Spielmobile greifen diese Motivation auf und bieten zu verschiedenen Themen Erfahrungsfelder und Experimentierräume, um biologische, chemische, physikalische Phänomene erlernbar zu machen. Die Themen reichen von der Sonne bis hin zum Regenwurm, die Mobile heißen dann Solarmobil, Chemiemobil, Wissenschaftsmobil, Waldmobil oder Ökomobil.

  • Spielmobile machen vor der Schule nicht halt

    Spielmobile sind seit ihrem Anbeginn Partner von Schulen, wenn es um die Gestaltung von Schulfesten ging. Inzwischen sind sie gerne als Partner zur Entwicklung und Durchführung von Bildungsveranstaltungen in der Schule gesehen, sei es bei Projekten oder auch das Jahr über als Partner einer Schule. Sie bringen die Materialien, Ideen und Mitarbeiter in den Unterricht ein, da wo es inhaltlich passt und wo sich eine Zusammenarbeit anbietet. Spielmobile und Schulen, die zusammenarbeiten, bilden einen wichtigen Beitrag zu Bildungslandschaften in Stadt und Land.

  • Generationsübergreifende Spielmobile

    Projekte in Senioreneinrichtungen mit Kindern lassen wieder Verbindungen zwischen den Altersgruppen wachsen. Spielen in allen Variationen bringt Spaß und Freude für alle Generationen.

  • Mobil für Jugendliche

    Mit interessanten Angeboten der Trendsportarten, Rock- und Popworkshops, Cafe, Streetdance, Stylingshop, Internet, Spielobjekten und Video werden auch Jugendliche erreicht. Solche mobile und ständig veränderbaren Objekte sind eine attraktive Ergänzung der stationären Jugendarbeit.

  • Firmeneigene Spielmobile

    Diese gibt es mit eigenen Geräten bestückt von einem Spielgerätehersteller oder als Ergänzung der Werbestrategie einer Firma, die Kinder und Jugendliche als Zielgruppe hat. Eingesetzt werden sie ebenfalls für das Kinderprogramm bei Festen und Marketingveranstaltungen.